Gruppenpuzzle und Stationenlernen: Gruppen gut einteilen
Bei beiden Methoden entscheidet die Einteilung darüber, ob die Stunde läuft. Hier siehst du, wie du Stamm- und Expertengruppen für das Gruppenpuzzle bildest, was du tust, wenn die Zahl nicht aufgeht, und wie du Gruppen für Stationen einteilst.
Gruppenpuzzle: Stammgruppen und Expertengruppen
Beim Gruppenpuzzle arbeitet die Klasse in zwei Runden. In der Stammgruppe bekommt jede Person ein Thema. Dann gehen alle mit demselben Thema in eine Expertengruppe und erarbeiten es gemeinsam. Zum Schluss kehren sie in die Stammgruppe zurück und erklären den anderen, was sie gelernt haben. Jede Person bringt also etwas mit, das sonst niemand am Tisch weiß.
Links sitzen vier Stammgruppen, die Buchstaben zeigen das Thema. Rechts sitzen die Expertengruppen: Wer ein A hat, geht zu Thema A. Die Zahlen dort sagen, aus welcher Stammgruppe jemand kommt.
So teilst du auf
- Themen zählen. Die einfachste Rechnung: So viele Themen, wie eine Stammgruppe Personen hat. Bei Vierergruppen sind das vier Themen.
- Stammgruppen bilden. Entscheide, ob du sie mischst oder die Tischgruppen nimmst, die ohnehin zusammensitzen. Gemischte Gruppen kosten Zeit beim Umsetzen, Tischgruppen sparen sie.
- Themen verteilen. Du kannst jedem ein Thema zuweisen oder die Stammgruppen sich selbst eines suchen lassen. Zuweisen ist fairer, wenn ein Thema unbeliebt ist.
- Expertengruppen prüfen. Zwei bis fünf Personen arbeiten gut zusammen. Wird eine Expertengruppe größer, teile sie in zwei parallele Gruppen zum selben Thema.
Wenn die Zahl nicht aufgeht
Selten passt die Klassengröße genau. Bei 26 Personen und vier Themen bleiben zwei übrig. Dafür gibt es zwei Wege:
- Eine Stammgruppe ist größer: Zwei Personen bekommen dasselbe Thema und arbeiten in der Expertengruppe nebeneinander. Das lässt sich gut als Tandem erklären.
- Eine Stammgruppe ist kleiner: Eine Person übernimmt zwei Themen, oder du lässt das fehlende Thema aus und ergänzt es später selbst. Wähle dafür eine starke Person.
Wichtig ist, dass jedes Thema in jeder Stammgruppe vorkommt, mindestens einmal. Sonst fehlt am Ende ein Teil des Puzzles.
Stolperstellen
- Wer fehlt, reißt ein Loch. Fehlt am Tag jemand, fehlt sein Thema in einer Stammgruppe. Plane vorher, wer es abdeckt, oder lass kleine Stammgruppen für diesen Fall Tandems bilden.
- Ungleiche Gruppen. Eine Expertengruppe mit sieben und eine mit zwei Personen arbeiten sehr verschieden. Gleich große Gruppen sparen dir Ärger.
- Wege im Raum. Der Wechsel in die Expertengruppen ist der laute Moment. Lege vorher fest, welcher Tisch zu welchem Thema gehört, und hänge Schilder auf. Sag an, wer wohin geht, bevor jemand aufsteht. Bei mir hilft es, die Gruppen vorher sichtbar zu machen, etwa auf dem Arbeitsblatt und über den Beamer, und die Expertentische mit Schildern zu beschriften.
- Zu wenig Zeit zum Zurückkehren. Die Rückkehr in die Stammgruppe braucht genauso viel Zeit wie die Expertenphase. Rechne sie ein.
Stamm- und Expertengruppen in Wunschplan
Wunschplan bildet beide Runden in einem Zug. Du findest die Funktion unter Plan erstellen als „Stamm- und Expertengruppen…“. Sie gehört zu Wunschplan Plus, du kannst Plus 30 Tage testen. Im Dialog legst du fest:
- Stammgruppen: entweder die Tischgruppen aus deiner Sitzordnung oder neu gewürfelte Gruppen mit einer Gruppengröße, die du wählst.
- Themen: Anzahl, auf Wunsch mit Namen. Die App verteilt die Themen, oder die Stammgruppen wählen selbst. Dann zeigt Wunschplan leere Thementische.
- Maximale Gruppengröße: Wird eine Expertengruppe größer, teilt Wunschplan sie in parallele Gruppen zum selben Thema. Ist sie größer als ihr Tisch, bekommt eine Person einen Zusatzstuhl.
- Mischung und Regeln: Wenn du Noten in der Schülerliste eingetragen hast, kannst du Gruppen zufällig, gemischt oder ähnlich stark zusammensetzen. Deine Regel „dürfen nicht nebeneinander sitzen“ kannst du anrechnen lassen. Die Wünsche der Klasse spielen hier keine Rolle.

Vor dem Bilden steht ein Satz im Dialog, der sagt, was entsteht: wie viele Stammgruppen, wie viele Expertengruppen und wie groß sie sind. Fehlt in einer Stammgruppe ein Thema, weist dich Wunschplan darauf hin. Auf dem Plan zeigt die Zahl am Platz die Stammgruppe, die Farbe die Expertengruppe, und du schaltest zwischen den Ansichten um. Die Einteilung liegt nur über dem Sitzplan und wird nicht gespeichert, der Sitzplan bleibt, wie er ist.
Stationenlernen: Gruppen für Stationen einteilen
Beim Stationenlernen arbeiten Gruppen an mehreren Stationen und wechseln nach einer festen Zeit zur nächsten. Eine Station je Gruppe, ein Takt für alle: Dann ist es ruhig.
- Gruppenzahl gleich Stationenzahl. Sechs Stationen brauchen sechs Gruppen. Mit weniger Gruppen bleiben Stationen leer, mit mehr wartet jemand.
- Feste Gruppen oder wechselnde. Feste Gruppen sind schneller aufgebaut, und die Rollen sind klar. Wechselnde Gruppen bringen Abwechslung, kosten aber bei jedem Wechsel Zeit. Eine Mischung geht auch: feste Gruppe, jede Stunde ein neues Thema.
- Gruppengröße nach Station. Gibt es Material für drei Personen, bilde Dreiergruppen. Reicht die Zahl nicht, mach lieber eine kleinere Gruppe als eine überfüllte Station.
- Wechsel mit Signal. Ein Gong, eine Uhr an der Tafel oder ein Lied. Alle wechseln im Uhrzeigersinn, so kreuzen sich die Wege nicht.
- Laufwege freihalten. Stelle die Stationen so auf, dass der Weg von einer zur nächsten kurz und frei bleibt. Taschen gehören nicht in den Gang.
- Fehlende einplanen. Eine Station mit ein oder zwei Personen weniger läuft weiter. Ist eine Gruppe zu klein, schließ sie einer anderen an.
Gruppen würfeln in Wunschplan
Für die Einteilung hilft in Wunschplan „Zufällige Arbeitsgruppen…“, ebenfalls unter Plan erstellen. Du wählst die Gruppengröße, und Wunschplan sagt dir vorher, welche Größen daraus entstehen: Neun Personen in Vierergruppen werden drei Dreiergruppen. Dann wird gewürfelt, und jede Gruppe sitzt an einer Tischinsel. Mit „Neu würfeln“ probierst du so lange, bis es passt.
Auf Wunsch mischt Wunschplan nach Leistung und Geschlecht. Und wenn du die Regel „dürfen nicht nebeneinander sitzen“ gesetzt hast, landen diese Personen nicht in derselben Gruppe. Die Wünsche der Klasse bleiben außen vor, sonst käme jedes Mal dieselbe Einteilung heraus. Der Sitzplan bleibt dabei unberührt, nach „Beenden“ ist er wieder da. Die Stationen selbst, den Wechsel und die Zeit planst du weiter selbst.
Wunschplan läuft im Browser, ohne Konto, die Daten bleiben auf deinem Gerät. Probier es mit der Demoklasse aus.