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Sitzplan erstellen mit Wünschen der Klasse

Einen Sitzplan nach Schülerwünschen zu erstellen heißt: erst fragen, dann planen. Hier steht, wie du die Wünsche einsammelst, mit deinen eigenen Regeln verbindest und daraus einen Plan machst, mit dem möglichst alle leben können.

Warum die Klasse mitreden darf

Wer neben wem sitzt, beschäftigt eine Klasse mehr als vieles, was du im Unterricht vorbereitest. Wird der Platz einfach angeordnet, gibt es Gemurmel, Tauschwünsche in der ersten Pause und Diskussionen zu Beginn der Stunde.

Fragst du vorher, fühlen sich deine Schüler:innen ernst genommen. Du erfährst nebenbei, wer mit wem gut arbeitet und wo es knirscht. Das ersetzt nicht dein Urteil, es ergänzt es.

Und die Entscheidung bleibt bei dir. Ein Wunsch ist ein Wunsch, kein Anspruch. Das sagst du vorher offen, dann ist niemand enttäuscht, wenn es mal nicht klappt.

Wünsche fair einsammeln

Wie viele Wünsche? Zwei bis drei Namen für „Ich möchte gern neben … sitzen“ reichen. Mit nur einem Namen hängt alles an einer Person, mit zehn ist der Wunsch nichts mehr wert. In meinen Klassen haben sich drei Namen bewährt. Dazu eine freiwillige Zeile für „Lieber nicht neben …“. Die meisten lassen sie leer, und das ist in Ordnung.

Vertraulich. Alle schreiben für sich, auf einem eigenen Zettel, niemand schaut mit. Sag dazu, dass die Zettel nur du liest und danach weg sind. Besonders bei „lieber nicht“ ist das wichtig.

Wann? Am besten zu Beginn des Schuljahres oder nach den Ferien, wenn ohnehin ein neuer Plan ansteht, und zu einer Zeit, in der niemand in Eile ist. Gib fünf Minuten Ruhe. Wer fehlt, trägt ihre Wünsche nach. Wer zuletzt kommt, bekommt keinen schlechteren Platz, nur weil der Zettel später da war.

Was du vorher sagst:

Der Wunschzettel zum Ausdrucken

Damit du nicht jedes Mal einen Zettel entwerfen musst, gibt es eine Vorlage: vier Zettel pro A4-Seite zum Ausschneiden, mit Platz für den Namen, zwei bis drei Wünsche und eine „lieber nicht“-Zeile, die unter euch bleibt.

Wunschzettel öffnen und ausdrucken

Wünsche und deine Regeln zusammenbringen

Die Wünsche der Klasse sind nur ein Teil. Du hast eigene Gründe: zwei, die getrennt sitzen sollten, jemand, der vorn besser aufgehoben ist, jemand, der freien Blick zur Tafel braucht. Diese Regeln haben Vorrang. Wünsche der Klasse kommen danach, soweit sie noch hineinpassen.

Wunschplan geht genauso vor: Es berücksichtigt zuerst deine Regeln, dann die Wünsche der Klasse, dann, wenn du es einschaltest, eine Mischung nach Noten und Geschlecht, damit sich die Leistungsstarken nicht an einem Tisch sammeln. Beides ist freiwillig, und ohne Noten oder Geschlecht in der Liste bleibt es einfach wirkungslos.

Bevor ich einen Plan aushänge, schaue ich zuerst nach denen, die selten genannt werden. Wer von niemandem gewünscht wird, sollte wenigstens einen der eigenen Wünsche erfüllt bekommen. Das ist keine Rechenaufgabe, sondern ein Blick auf den fertigen Plan: Wer sitzt allein in einer Ecke? Wer hat keinen seiner Wünsche bekommen? Dort tauschst du nach.

Von Hand oder mit Wunschplan

Von Hand ist das ein Puzzle. Bei 25 Schüler:innen mit je drei Wünschen und ein paar eigenen Regeln schiebst du Zettel hin und her, und wenn du beim vierten Tisch merkst, dass es nicht aufgeht, beginnst du von vorn. Es geht, kostet aber einen Nachmittag.

Wunschplan rechnet dir Vorschläge, in denen alle einen Platz haben. Du siehst, welche Wünsche offen blieben, kannst weitere Vorschläge durchblättern und den nehmen, der dir am besten gefällt. So geht es:

  1. Raum: eine fertige Anordnung wählen oder die Tische selbst stellen.
  2. Klasse: die Namensliste einlesen oder von Hand eingeben.
  3. Wünsche: im Bereich Wünsche oben „Wünsche der Klasse“ wählen und die Wünsche eintragen, als Text, aus Listen oder in der Wunschmatrix. „Möchte nicht neben“ gibt es für die Klasse ebenfalls. Deine eigenen Regeln trägst du unter „Wünsche der Lehrkraft“ ein.
  4. Plan erstellen: ein Klick, und der Vorschlag liegt über dem Raum.
  5. Nachbessern: Namen im Plan von Platz zu Platz schieben. Wer von Hand gesetzt wurde, bleibt beim nächsten Rechnen sitzen.
  6. Drucken: im Menü unter „Sitzplan exportieren“ als PDF.
Der Bereich Wünsche mit gewählter Option Wünsche der Klasse: Eingabefeld mit den Zeilen „Aylin Elif“ und „Mila Kira“, darunter die erkannten Wünsche und der Knopf „2 Wünsche übernehmen“
Wünsche der Klasse eintragen, zum Beispiel „Aylin wünscht sich Elif“.
Ein Sitzplan als Vorschlag auf Zweiertischen in vier Reihen, unten die Leiste mit „30 von 30 gesetzt“, „4 offene Wünsche“ und den Knöpfen Weitere Vorschläge, Verwerfen und Übernehmen
Der Vorschlag zeigt unten, wie viele sitzen und wie viele Wünsche offen blieben.

Probier es mit einer eingerichteten Beispielklasse aus: Wunschplan mit Demoklasse öffnen. Wunschplan speichert alles nur im Browser deines Geräts, Schülernamen verlassen es nicht.

Schneller per QR-Code

Die Klasse trägt ihre Wünsche am Handy ein, du liest sie mit der Kamera ein. Das gehört zu Wunschplan Plus, das du 30 Tage testen kannst. Mehr dazu auf der Plus-Seite und im Ratgeber Wünsche per QR-Code einsammeln. Der Weg mit Papier und Eintippen oben funktioniert vollständig ohne Plus.

Zum Weiterlesen

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