Wünsche der Klasse per QR-Code einsammeln
Statt Zettel einzusammeln und Handschriften zu entziffern, trägt jede Person ihre Wünsche am eigenen Handy ein. Du liest sie in der Stunde mit der Kamera ein, und sie landen direkt in den Wünschen der Klasse. Hier steht, wie das abläuft und was dabei mit den Namen passiert.
Warum digital statt Zettel
Auf Papier ist der Weg bewährt, aber er hat Reibung. Du sammelst die Zettel ein, liest sie, löst Spitznamen und Schreibweisen auf und tippst alles ab. Bei einer ganzen Klasse kostet das Zeit, die du für den Plan brauchst. Ich habe Wunschplan gebaut, weil mir das Abtippen der Zettel jedes Mal einen Nachmittag gekostet hat.
- Weniger Abtippen. Die Wünsche kommen als Namen an, die Wunschplan schon gegen deine Klassenliste abgleicht.
- Lesbar. Es gibt kein Rätselraten, ob da „Jan“ oder „Jana“ steht.
- Vertraulich. Wer eine Person ausschließen möchte, tippt es allein am eigenen Handy. Niemand schaut über die Schulter, und du liest die Wünsche erst, wenn du scannst.
- Du behältst die Kontrolle. Nichts landet im Plan, bevor du es übernimmst.
So läuft es in der Stunde
Vorher legst du die Klasse in Wunschplan an, mit allen Namen. Der Abgleich der Wünsche läuft gegen diese Liste. Dann geht es so:
- Öffnen. Wähle im Bereich Wünsche die Option „Wünsche der Klasse“ und klicke auf Wünsche einsammeln. Den Knopf gibt es, sobald die Klasse mindestens zwei Personen hat.
- Code zeigen. Du siehst einen großen QR-Code mit der Adresse wunschplan.app/wunsch und drei kurze Schritte für die Klasse. Zeig das Bild am besten mit dem Beamer.
- Die Klasse trägt ein. Auf dem Handy öffnet sich eine Seite, ohne App und ohne Anmeldung. Sie fragt nacheinander: Wer bist du? Neben wem möchtest du sitzen? Neben wem möchtest du nicht sitzen? Mit wem möchtest du an einem Tisch sitzen? Zum Namen reicht der Vorname, der Nachname ist freiwillig. Bei jeder Frage sind höchstens drei Namen möglich, und alle drei Fragen dürfen leer bleiben.
- Den eigenen Code zeigen. Am Ende steht auf dem Handy ein zweiter QR-Code mit einer Zusammenfassung. Die Schüler:innen können noch auf „Ändern“ tippen.
- Einscannen. Klicke bei dir auf Einscannen und erlaube die Kamera. Die Schüler:innen halten nacheinander ihr Handy vor die Kamera. Jede Person erscheint als Zeile in einer Liste, oben zählt „x von y gescannt“ mit. Mit „QR-Code zeigen“ kommst du zum Tafelbild zurück, mit „Weiter einscannen“ wieder zur Kamera.
- Unklares klären. Wenn ein Name nicht eindeutig ist, zum Beispiel zwei Jonas in der Klasse oder ein Tippfehler, bietet die Zeile eine Auswahl an. Du wählst die richtige Person oder „weglassen“. Solange etwas offen ist, bleibt „Übernehmen“ gesperrt.
- Übernehmen. Ein Klick schreibt alle Wünsche auf einmal in die Wünsche der Klasse. Danach erstellst du den Plan wie sonst auch.
Bei mir geht das Scannen einer Klasse so schnell, dass die Stunde kaum darunter leidet.



Wenn jemand zweimal scannt
Hält jemand denselben Code noch einmal vor die Kamera, ändert sich nichts. Wunschplan meldet nur kurz, dass die Person schon erfasst ist. Hat sich jemand inzwischen umentschieden und zeigt einen neuen Code, siehst du beide Fassungen untereinander und wählst mit „Diese behalten“ die gültige. Eine Zeile lässt sich mit dem Papierkorb entfernen. Beim Übernehmen ersetzen die gescannten Wünsche einer Person ihre früheren Wünsche. Wünsche anderer an sie und deine eigenen Regeln bleiben unberührt.
Wünsche an sich selbst lässt Wunschplan still weg. Mehr als drei Namen je Frage übernimmt es nicht.
Datenschutz: was wohin geht
Bei Schülernamen lohnt der genaue Blick. So arbeitet die Funktion nach dem, was in Wunschplan umgesetzt ist:
- Die Wunschseite speichert nichts. Die Eingaben stehen nur im Arbeitsspeicher des Handys. Die Seite legt nichts im Browser ab, setzt keine Cookies und schickt die Eingaben nirgendwohin. Wird der Tab geschlossen, sind sie weg.
- Die Wünsche reisen im QR-Code. Der Code auf dem Handy enthält die Namen als Text. Er geht direkt vom Bildschirm in deine Kamera, nicht über einen Server.
- Du liest im Browser. Die Kamera wird in Wunschplan auf deinem Gerät ausgewertet. Was du gescannt hast, liegt in der Liste im Fenster. Schließt du es und verwirfst, ist es weg. Erst „Übernehmen“ schreibt die Wünsche in deine Klasse, die wie alles in Wunschplan nur im Browser deines Geräts liegt.
- Was doch übers Netz kommt: die Seite selbst. Das Handy lädt sie beim Öffnen von wunschplan.app, wie jede Webseite. Namen gehen dabei nicht mit.
Weil der Code die Wünsche im Klartext trägt, gilt die einfache Regel aus der Papierzeit: Er gehört nur vor deine Kamera, nicht in die Klasse. Mehr zur Technik steht in der Datenschutzerklärung.
Tipps aus der Praxis
- Handys klären. Ob Handys in deiner Stunde erlaubt sind, regelt die Schule. Frag vorher, besonders bei jüngeren Klassen.
- Internet prüfen. Die Schüler:innen brauchen kurz eine Verbindung, um die Wunschseite zu laden. Danach geht es auch ohne, bis zum nächsten Laden.
- Die Klassenliste zuerst. Je vollständiger sie ist, desto weniger musst du beim Scannen klären. Gibt es zwei Personen mit demselben Vornamen, sagst du der Klasse, dass dann auch der Nachname hinein soll.
- Vorher sagen, wofür. Ein Wunsch ist ein Wunsch, kein Anspruch. Das nimmt Druck und hält die Liste ehrlich.
- Ruhe schaffen. Lass die Eingabe in einem Moment ohne Eile machen. Wer fertig ist, wartet mit dem Handy in der Hand, du gehst durch die Reihen und scannst.
- Fehlende später. Wer fehlt, trägt später nach. Übernimm, was du hast, und öffne „Wünsche einsammeln“ später noch einmal für die Fehlenden. Wer schon erfasst ist, behält seine Wünsche, solange er nicht erneut gescannt wird.
- Handy nach dem Scan weglegen. Sonst liegt der Code mit den Namen offen auf dem Tisch.
Ohne Handys
Sind Handys nicht möglich, geht der Papierweg genauso gut. Wie du Wünsche fair einsammelst und was du vorher sagst, steht im Ratgeber Sitzplan nach Schülerwünschen erstellen. Dazu gibt es einen Wunschzettel zum Ausdrucken. Du kannst auch beides mischen: Wer ein Handy hat, scannt, der Rest gibt einen Zettel ab, und du tippst diese Wünsche von Hand ein.
Das gehört zu Wunschplan Plus
Wünsche per QR-Code einsammeln gehört zu Wunschplan Plus. Du kannst Plus 30 Tage testen, mit einem Konto und ohne Zahlungsdaten. Was dazugehört, steht auf der Seite zu Wunschplan Plus. Der Papierweg und das Eintippen funktionieren ohne Plus vollständig.